Auf Antrag der Gestaltungsmehrheit (Grüne, SPD, FDP) hat der Stadtrat  im letzten Jahr die Verwaltung beauftragt, Standorte mit hoher Versiegelung und starker Hitzebelastung zu identifizieren, an denen Kübelbäume aufgestellt werden können. Zudem sollten die Kosten für die Umsetzung ermittelt und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt werden. Nun liegt eine entsprechende Beschlussvorlage vor.

Projektumfang und Kosten

Geplant ist die Platzierung von 20 bis 30 Pflanzkübeln pro Stadtbezirk, insgesamt also rund 100 mobile Bäume. Diese werden in vandalismussichere Pflanzkübel gesetzt, um Standorte zu testen, an denen eine dauerhafte Begrünung schwierig ist.

Das Projekt läuft über fünf Jahre, da die Bäume in den Kübeln langfristig nicht überleben können. Danach könnten sie in Grünanlagen oder Privatgärten umgepflanzt werden.

  • Gesamtkosten: 716.889,95 Euro für 100 mobile Bäume
  • Kosten pro Baum über fünf Jahre: 7.168,90 Euro

Ziel ist es, das Stadtklima durch Schatten und Verdunstungskühlung zu verbessern. Allerdings hält sich der Effekt im Vergleich zu fest gepflanzten Bäumen in Grenzen. 

Darüber hinaus müssen  die Kübelbäume nach fünf Jahren entfernt oder umgesetzt werden. Somit bleibt das Problem der Hitzeinseln bestehen, da keine dauerhafte Begrünung entsteht.

Nachhaltige Alternativen zur Stadtbegrünung

Das Projekt der mobilen Bäume ist eine teure, kurzfristige Lösung mit nur begrenztem ökologischem Nutzen. Nach fünf Jahren läuft es aus, ohne die Hitzebelastung der betroffenen Flächen dauerhaft zu reduzieren. Eine nachhaltigere Option wäre die Pflanzung erdgebundener Bäume und die Entsiegelung von Flächen, um das Stadtklima langfristig zu verbessern.

11.03.2025


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