Der Lenneper Wochenmarkt braucht neue Impulse!
Der Wochenmarkt in der Lenneper Altstadt ist bei den Einwohnerinnen und Einwohnern des Stadtteils sehr beliebt, musste aber in den letzten Jahren den Verlust einiger Marktbeschicker hinnehmen. Ende November verabschiedete sich auch der etablierte Blumenhändler nach über 90 Jahren Präsenz vom Lenneper Wochenmarkt. Die Fraktion Die Linke/echt.Remscheid im Rat der Stadt Remscheid hat nachfolgende Anfrage gestellt:
Hat die Verwaltung Kenntnis über eine mögliche Nachbesetzung des Angebots oder darüber, ob weitere Marktbeschicker den Lenneper Wochenmarkt verlassen möchten?
Was kann die Verwaltung tun, um das Angebot des Lenneper Wochenmarkts nicht weiter veröden zu lassen oder sogar zu erweitern? Gibt es beispielsweise Möglichkeiten, den Marktbeschickern mit finanziellen oder organisatorischen Erleichterungen entgegenzukommen, z. B. mit der Streichung der Standgebühren?
Ist es seitens der Verwaltung möglich, den Lenneper Wochenmarkt mit Begleitaktionen und -veranstaltungen zu unterstützen, um die Besucherfrequenz in der Lenneper Altstadt zu erhöhen?
– Beispielsweise durch die Organisation eines regelmäßigen, niedrigschwelligen und kostenfreien (Kinder-)Trödelmarkts in bestimmten Bereichen des alten Markts/der Lenneper Altstadt?
– Oder durch regelmäßige Bürgersprechstunden durch die Bezirksvertretung und/oder Verwaltung?
– Oder durch sonstige Musik- und Kulturveranstaltungen oder Themenmärkte?
Wäre es möglich, seitens der Verwaltung regelmäßig Infrastruktur wie z. B. Tische oder mietbare Pop-Up-Stände für kleinere Anbieter, wie z. B. örtliche Bauern oder Kunsthandwerker, (günstig) zur Verfügung zu stellen?
Begründung:
Der Lenneper Wochenmarkt droht auszusterben! In den vergangenen Jahren und Monaten hat sich eine gefährliche Negativdynamik entwickelt. Durch den Weggang einiger Marktbeschicker sinken auch die Besucherzahlen. Das setzt die verbleibenden Beschicker weiter unter Druck und ist eine Hürde für die Ansiedlung anderer Händler. Auch der ansässige Einzelhandel und die Gastronomie leiden unter dem Frequenzverlust.
Daher muss diese Dynamik unbedingt umgekehrt werden!
Wir können uns vorstellen, dass mit finanziellen und organisatorischen Erleichterungen Anreize für die Ansiedlung anderer Marktbeschicker gesetzt werden können, und somit das Angebot wieder steigt. Ebenso halten wir es für sinnvoll, seitens der Verwaltung Marktinfrastruktur für potenzielle Händler zur Verfügung zu stellen. Etwa in Form von Pop-Up-Ständen. Diese könnten in den städtischen Immobilien der Altstadt gelagert und zu den Marktzeiten an kleinere Marktbeschicker kostengünstig oder kostenfrei geliehen werden. Das würde die Hemmschwelle der Marktpräsenz besonders für kleinere Betriebe senken!
Eine weitere Möglichkeit wäre, durch regelmäßige Begleitaktionen und -veranstaltungen die Besucherfrequenz zu erhöhen und den Markt so attraktiver zu machen. Beispielsweise könnte ein unbürokratischer und niedrigschwelliger monatlicher (Kinder-)Flohmarkt den Markt beleben. Aber auch Musik- und Kulturangebote könnten die Atmosphäre deutlich verbessern.
Aus den Sitzungen der Bezirksvertretung wissen wir außerdem, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger an den (politischen) Entwicklungen im Stadtteil interessiert sind. Dies könnten wir als Bezirksvertretung auch nutzen, um am Wochenmarkt mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, sie über die neuesten Sachstände zu informieren und Fragen sowie Anregungen aufzunehmen.
Es gibt viele Möglichkeiten, die zumindest eine Überlegung wert sind! Denn passiert nichts, wird die Institution des Lenneper Wochenmarkts in den nächsten Jahren aussterben! 11-02–2025
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